Dienstag

Staranwaelte rüsten sich für den Kampf gegen BP

Der US Staranwalt Richard Arsenault und sein langjähriger Partner bei Rechtsstreitigkeiten gegen Großkonzerne, Daniel Becnel, der schon einmal den deutschen Bayer-Konzern und die amerikanische Tabakindustrie bezwungen hat, rüsten sich für den Kampf gegen den Ölkonzern BP.

Daniel Becnel, der in den USA eine kleine Berühmtheit ist, weil John Grisham ihn zum Vorbild für einen seiner Romanhelden genommen hat, ist ebenfalls mit von der Partie, wenn sich die Frage stellt:

Wie viel Geld lässt sich aus BP herausklagen? Zig Milliarden Dollar wird der Ölkonzern zahlen müssen, um die Folgen der Katastrophe im Golf von Mexiko auszugleichen.

Arsenault ist Spezialist für Seerecht und Sammelklagen und es sieht aus, als hätte er sein ganzes Leben auf diesen Fall gewartet und sich darauf vorbereitet. Keiner kennt sich auf dem Gebiet besser aus als er.

"Die Multi-Milliarden-Dollar-Frage im Gerichtssaal wird sein: Wo ziehen wir die Grenze?", sagt er. "Der Fischer muss entschädigt werden. Aber was ist mit der Babysitterin für die Kinder des Fischers? Sie hat nur ihren Job verloren, weil der Fischer kein Einkommen mehr hat. Muss BP auch sie entschädigen?"

Arsenault findet, ja. Shell und Pfizer haben schon schmerzhaft erfahren müssen, wie es ist, den Staranwalt Arsenault gegen sich zu haben.
Der Pharmakonzern Merck musste gar die Rekordsumme von 4,85 Milliarden US-Dollar an Patienten zahlen, weil er sein "Wundermittel" Vioxx falsch beworben hatte. Aktuell spielt Arsenault eine Schlüsselrolle im Verfahren gegen Toyota und die fehlerhaften Gaspedale. Und jetzt ist BP an der Reihe. Die Schadensersatzklagen könnten den Konzern in den Ruin treiben.


"Von der Ölpest betroffen? Nehmen Sie sich einen Anwalt!" Diese Botschaft steht auf Plakaten am Straßenrand, läuft im Radio und Regionalfernsehen. Bei Google sind Anzeigen gebucht. Wer die angegebene Telefonnummer wählt, landet bei einem Callcenter in New York. Dort wird der Fall aufgenommen und weitergeleitet. Hunderte Klienten haben Arsenault und seine Partner bereits zusammen. Er steht an der Spitze einer Gruppe, die sich gegen BP in Stellung bringt.

Weiterhin wird auf die Rücksichtslosigkeit von BP hingeweisen und mit folgender Metapher die vielen Pannen bei dem Ölkonzern BP hervorgehoben.

"Es gibt einen Unterschied zwischen fahrlässigem und rücksichtslosem Verhalten", referiert Arsenault. "Wenn jemand im Auto telefoniert und einen Unfall baut, ist das fahrlässig. Wenn aber jemand besoffen fährt, dabei SMS schreibt, laute Musik hört, dabei viermal erwischt wird und es trotzdem immer wieder passiert und dann jemand stirbt - dann ist das rücksichtslos." 
Sein Rat an den Ölkonzern: Alles zugeben und schnell einen Vergleich schließen.

Infoquelle: www.stern.de

1 Kommentare:

Lastactionseo hat gesagt…

Richtig so.
Immer feste drauf auf die Großkonzerne, Auch wenn sich die Anwälte hier richtig die Taschen voll machen. Hier nehmen sie es wenigstens den Richtigen ab!

Gruß
Trollbob aka Lastactionseo :)

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